Rückblick · Class4Lasers 2026
Virtuell üben, sicher arbeiten: Class4Lasers verbindet Schweißausbildung und Lasersicherheit
Wie gelingt eine Schweißausbildung, die mehr Menschen erreicht und von Anfang an sicher ist? Bei Class4Lasers am 7. Oktober 2026 im FH OÖ DigiSpace im Museum Arbeitswelt Steyr tauschten sich dazu Vertreterinnen und Vertreter der Österreichischen Gesellschaft für Schweißtechnik (ÖGS), der Arbeitssicherheit, der Industrie und von Bildungseinrichtungen mit dem Technologieanbieter Dig in Vision aus. Die Bildungsträger hatte das AMS Oberösterreich eingeladen.
Als Best Practice stellte FH-Prof. Mag. Christian Stadlmann, PhD (FH Oberösterreich) das Projekt Junior Maker Pioneers vor. Seine Erkenntnisse: früh beginnen, junge Menschen mehrmals mit Technik in Berührung bringen und selbst machen lassen. Digitale Angebote wie virtuelles Schweißen senken die Einstiegshürde, reales Tun schafft Erfahrung. Daraus entsteht eine Bildungskette von der Schule über außerschulisches Maken bis zur Fachkraft.
Guido Reuter (Präsidium der ÖGS) zeigte, dass Arbeitssicherheit nicht verhandelbar ist und bei der Vermeidung von Beinaheunfällen beginnt. DI Domenic Fromme (AUVA) erläuterte, warum handgeführte Lasermaschinen so gefährlich sind: Sie arbeiten mit Lasern der Klasse 4, bündeln hohe Energie punktgenau, und die Strahlung ist für das Auge unsichtbar. Die ISO 11553-2:2026 empfiehlt deshalb auch Training. Genau hier setzt Dig in Vision an: Im Simulator lassen sich Laserschweißen und sicherheitsrelevante Abläufe ohne Strahlenbelastung üben. Dank KI-gestützter Auswertung sitzt jeder und jedem Lernenden ein persönlicher Trainer auf der Schulter.
In der Live Experience probierten die Gäste das selbst aus. Die Simulation ersetzt die Werkstatt nicht, sie bereitet darauf vor.

Initiiert und moderiert hat Class4Lasers der Steyrer Digitalisierungsberater Ing. Patrick J. Pammer (Digital Consulting).
Fotos: class4lasers.at